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„Wir müssen den Kampf gegen den Antisemitismus verstärken“

Region – Diese Woche war die CDU-Landtagsfraktion zu Gast bei der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg. Der Abgeordnete Raimund Haser betonte bei den Gesprächen: „Die unsäglichen Palästina-Demos, auch in Stuttgart, machen deutlich, dass wir sichtbarer für alle Jüdinnen und Juden einstehen müssen. Es ist doch in unserem ureigenen Interesse, dem Antisemitismus in unserem Land entgegenzutreten. „Nie wieder“ ist jetzt!“

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Narren feiern ein Jahr lang – Höhepunkt: Dreitägiges Treffen in Weingarten

Weingarten/Bad Dürrheim – Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) feiert 2024 ihr 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wird am Gründungstag, dem 16. November 2023, eröffnet. Herausragendes Ereignis wird das Große Narrentreffen vom 19. bis 21. Januar 2024 in Weingarten (Württemberg) sein. Der VSAN gehören aus dem Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung drei Zünfte an: jene aus Aulendorf, aus Bad Waldsee und aus Kißlegg.

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Hasenpest im Landkreis Ravensburg

Kreis Ravensburg – In diesem Jahr wurde bereits bei fünf im Landkreis Ravensburg tot aufgefundenen Feldhasen Tulärmie, die sogenannte Hasenpest, festgestellt.

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Zwölf Gaststätten machen mit

Leutkirch – Vom 8. bis 19. November laden zwölf Gaststätten ein, die besondere Spezialitäten anbieten. Seit vielen Jahren gibt es diese Aktion im November.

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Glasklares Bekenntnis zum Strandbad am Obersee

Kißlegg – Mittwochabend, 8. November, kurz nach 17.00 Uhr. Öffentliche Sitzung des Gemeinderats im Esthersaal des Neuen Schlosses Kisslegg. Die Publikumsstühle dort sind bald bis auf wenige Plätze besetzt. Die Gewählten beschließen bis fast 21.30 Uhr über die Geschicke der Mehr-Seen-Gemeinde. Erste Haupt-Thema dabei: das Strandbad Obersee. Bürgermeister Dieter Krattenmacher (CDU) fast die Debatte dazu so zusammen: „Der Gemeinderat will, dass weiter gebadet wird am Obersee.“

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Sieben Hektar Sonnenstrom-Freilandfläche „für eine Wende in der Energieversorgung“

Kißlegg – Reichlich. In Kisslegg entstehen übers Jahr so viele elektrische Kilowattstunden aus günstig heimischen erneuerbaren Energiequellen wie gleichzeitig insgesamt am Ort verbraucht werden. Also 100 Prozent. Damit ist die Mehr-Seen-Gemeinde anderen weit voraus. Kein Grund für den Gemeinderat, jetzt stehenzubleiben. CDU-Fraktionschef Christoph Dürr sagte am Mittwochabend bei der Gemeinderatssitzung im Neuen Schloss: „Für eine Wende in der Energieversorgung brauchen wir noch einige Freiflächenanlagen.“ Zum Beispiel jetzt bald ein sieben Hektar großes Feld östlich von Schorren 1. 

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Die neue Südspange nimmt Gestalt an

Kißlegg – „Wir sind mit der Straßenplanung weit durch.“ So Bürgermeister Dieter Krattenmacher (CDU) bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend im Neuen Schloss Kisslegg. Da erntete der Rathauschef breite Zustimmung. Etwa von CDU-Fraktionschef Christoph Dürr. Aber auch vom SPD-Fraktionshäuptling Josef Kunz: „Wir freuen uns auf den ersten Spatenstich.“

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Abbruchüberlegungen zum Gebäude Franz-Reich-Straße 11

KIßlegg – Der markante ehemalige Gasthof „Löwen“ mitten in Kisslegg. Mit ihm hat das Rathaus Großes vor. Direkt nebenan: das Haus Dr. Franz-Reich-Straße 11. Das alte Haus sei „so marode, dass wir uns dazu entschließen mussten, dieses Gebäude abzubrechen“, sagte Bau- und Umwelt-Amtsleiter Manfred Rommel am Mittwochabend bei der Gemeinderatssitzung im Neuen Schloss. Außerdem werde so mehr Platz frei, um auf den „Löwen“ leichter zuzugehen – oder etwa auch Fahrräder abzustellen.  „Ich kann da überhaupt nicht mitgehen“, hielt SPD-Fraktionschef Josef Kunz dagegen – und räumte enttäuscht ein: „Ich sehe schon, ich stehe da allein da.“

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Dem „Löwen“ wird neues Leben eingehaucht

KIßlegg – „Das Nachhaltigste ist es eigentlich, ein Gebäude zu erhalten.“ Unter diesem Grundsatz zeigte Architekt Wolff Stottele seine Ideen, Planungen und Vorschläge zum denkmalgeschützten ehemaligen „Löwen“ am Mittwochabend dem Gemeinderat Kisslegg. Da „wir hier ein Denkmal betreiben in Verbindung mit Nachhaltigkeit“, bringe dies dem Gebäude „nochmal einen ganz anderen Schliff – über Kisslegg raus“. Bürgermeister Dieter Krattenmacher (CDU) nannte Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro. Da das ganze Vorhaben als sozial gelte (Altenbetreuung), seien dafür 2 Millionen Euro an Zuwendungen von außen zu erwarten, ergänzte Kämmerer Roland Kant. Also zum Beispiel vom Land Baden-Württemberg.

Denkmalschutz. Die Grundmauern des ehemaligen Gasthofes „Löwen“ gehen auf das Jahr 1696 zurück. Aber auch sonst wirkt das Gebäude vergleichsweise gut erhalten. Deshalb: Denkmalschutz. Er hindert allerdings nicht dran, im Bereich der ehemaligen Wirtsstube einen Versammlungsraum und im Obergeschoss Wohnräume für alte Leute mit insgesamt neun Betten einzurichten. Vor allem für solche Menschen, die zu verarmen oder zu vereinsamen drohen. Zum Thema Denkmalschutz erläuterte Architekt Wolff Stottele vom Büro „EUS Architekten“ Ravensburg: „Denkmalpflege und Nachhaltigkeit wird allgemein als Widerspruch bezeichnet.“ Am „Löwen“-Haus lasse sich künftig das Gegenteil beweisen. Nämlich gründlicher Erhalt eines Baues, das dann „nachhaltig“ betrieben wird.

Architekt Wolff Stottele erläutert sein Nachhaltigkeitskonzept

Wie? Stottele ist bei der Architektenkammer Baden-Württemberg für die „Qualität nachhaltiger Gebäude“ zuständig. Und so hält es der Fachmann für denkbar, den „Löwen“ „nachhaltig“ mit Holzpellets zu beheizen. Stottele machte dabei auf den LNB aufmerksam. Also auf den „Leitfaden nachhaltiges Bauen“  von 2019. Dieser geht offenbar auf Anregungen aus dem Landratsamt Ravensburg zurück. Die Behörde sei wiederum von Vorbildern aus Vorarlberg mit angeregt worden. So entsteht etwa die Sporthalle Wangen weniger aus Beton als „nachhaltig“ mit Holz. Außerdem sei es Stottele gelungen, den richtigen Mann bei der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ (Bonn) auf den Kisslegger „Löwen“ neugierig zu machen. Stottele über den Ansprechpartner in Bonn: „Der fand das interessant.“ Im neuen Jahr wisse man, ob die die Stiftung die „nachhaltige“ „Löwen“-Sanierung unterstützt. Falls ja, werde sich der neu belebte „Löwen“ als „Vorzeigeprojekt im Kreis Ravensburg“ erweisen.

„Es wird ein Bürgerhaus“

CDU-Ratsmitglied Dr. Friedrich Rockhoff fragte nach einzelnen Kostenpunkten der Planungsarbeiten und wollte wissen: „Wer überwacht das Ganze?“. Auf Stotteles Antwort, „das ist unsere Aufgabe“, versicherte Rockhoff: „Wir nehmen Sie beim Wort.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Josef Kunz halt den Kostenrahmen für akzeptabel: „Das ist ganz normal, dass das so viel Geld kostet.“ Für welchen Bedarf? Bürgermeister Krattenmacher betonte, beim „Löwen“ gehe es um weit mehr als ein Einfamilienhaus „mit vielleicht 100 Quadratmetern“ – eher schon um die dreifache Fläche. Krattenmacher: „Es wird ein Bürgerhaus.“ Und zwar mit „sozialer Zusatznutzung für kommende Generationen“. Dafür könne das Rathaus besonders Großzügigen aus der Bürgerschaft „auch Spendenquittungen ausstellen“. Wer also etwas für den Nutzen vieler und fürs eigene Seelenheil tun wolle, solle sich da nicht bremsen.

Dem Rathaus-Chef schwebt „ein Begleit-Arbeitskreis, ein „Löwen‘-Arbeitskreis“ vor. In ihm solle jede Gemeinderatsfraktion mit einer Person vertreten sein. Ebenso die „Bürger für Bürger“ – und dann noch eine Person aus der Einwohnerschaft Kissleggs; möglichst eine fachlich kundige. Dieter Krattenmacher bat am Mittwochabend darum, „dass der Gemeinderat den Sachstand zur Kenntnis nimmt“, damit das Rathaus die Planungen fortsetzen kann.  Dem stimmten alle Ratsmitglieder zu – außer Hubert Braun von der Grün-offenen Liste (GOL). Er äußerte Bedenken wegen der Kosten.

Längsschnitt Umbauplanung „Löwen“. Zeichnung: EUS Architekten